Obwohl Silber bei Weitem nicht so wertvoll ist wie Gold, ist es dennoch gut zu wissen, ob sich das Gehäuse Ihrer Uhr aus Silber oder nur aus silberfarbenem Material befindet. In Europa hergestellte Uhrengehäuse wurden oft mit Punzen versehen, um ihre Silberechtheit zu garantieren. In den USA war dies jedoch nicht der Fall. Erschwerend kam hinzu, dass es nicht nur verschiedene Silberarten gab, sondern manche Unternehmen sogar irreführende Bezeichnungen für ihre nicht aus Silber gefertigten Gehäuse verwendeten. Um absolute Sicherheit zu gewährleisten, sollten Sie Ihre Uhr daher von einem kompetenten und seriösen Juwelier prüfen lassen. Viele Uhrengehäuse sind jedoch so gekennzeichnet, dass man die Echtheit in der Regel erkennen kann, wenn man weiß, worauf man achten muss. Hier einige Hinweise:
Steht auf dem Gehäuse eine Dezimalzahl wie „0,800“, „0,925“ oder „0,935“, handelt es sich wahrscheinlich um Silber. Diese Zahlen geben den Reinheitsgrad des Silbers an, wobei „1“ für reines Silber steht.
Wenn auf dem Gehäuse „Sterling“ steht, bedeutet dies, dass es sich um hochwertiges Silber handelt (mindestens 0,925 rein).
„Feinsilber“ bezeichnet üblicherweise 0,995 reines Silber.
Ist auf dem Gehäuse „Coin Silver“ vermerkt, handelt es sich dennoch um echtes Silber, allerdings von geringerer Feinheit als Sterlingsilber. In Europa bezeichnete „Coin Silver“ üblicherweise einen Feingehalt von 800/1000, in den USA hingegen in der Regel 900/1000.
Folgende Handelsnamen bezeichnen silberfarbene Legierungen, die tatsächlich kein Silber enthalten: „Silveroid“, „Silverine“, „Silveride“, „Neusilber“ und „Erzsilber“ (die beiden letztgenannten sind besonders irreführend, da sie den Eindruck erwecken, es handele sich um eine Silberlegierung oder einfach um minderwertiges Silber). Vorsicht ist auch bei Etuis mit Aufschriften wie „Alaskan Silver“, „German Silver“ usw. geboten.











