Die meisten Informationen, die zur Identifizierung einer bestimmten Taschenuhr wichtig sind, befinden sich auf dem Uhrwerk. Verschiedene Uhren ermöglichen es jedoch auf unterschiedliche Weise, das Uhrwerk zu betrachten, und wenn man nicht weiß, wie die Uhr geöffnet wird, kann man sie beschädigen.
Abhebeln – Bei vielen Uhren lässt sich der Gehäuseboden einfach abhebeln. Manchmal gibt es eine innere Staubschutzabdeckung, die ebenfalls abgehebelt werden muss, um das Uhrwerk freizulegen. Oftmals ist auf der Rückseite ein Scharnier zu sehen, das darauf hinweist, dass sich der Deckel so öffnen lässt. Gelegentlich springt der Deckel aber auch einfach ab. Normalerweise lässt er sich mit dem Fingernagel oder einer stumpfen Messerklinge abhebeln. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, vergewissern Sie sich, dass sich der Deckel tatsächlich abhebeln lässt, bevor Sie etwas beschädigen! Wenn Sie ein scharfes Werkzeug wie eine Rasierklinge oder ein Schweizer Taschenmesser verwenden, seien Sie besonders vorsichtig, um sich nicht in den Daumen zu schneiden. Achten Sie außerdem darauf, das Gehäuse nicht zu zerkratzen. Wenn der Deckel abgehebelt werden soll, befindet sich oft eine kleine Vertiefung oder „Kante“, in die die Klinge oder der Fingernagel eingeführt werden kann. Falls Sie keine solche Kante finden, handelt es sich möglicherweise nicht um einen Deckel, der abgehebelt werden kann.
Abschrauben – Überraschung! Manche Gehäuseböden lassen sich einfach abschrauben. Das habe ich selbst erfahren, nachdem ich bei einer meiner ersten Uhren vergeblich versucht hatte, den Gehäuseboden abzuhebeln. Falls sich der Deckel nicht abhebeln lässt, versuchen Sie, ihn gegen den Uhrzeigersinn abzuschrauben. Achten Sie dabei nur darauf, die Vorderseite der Uhr nicht so fest zu greifen, dass Sie das Glas beschädigen. Im Zweifelsfall, ob sich ein Deckel abhebeln oder abschrauben lässt, ist es übrigens immer sicherer, ihn zuerst abzuschrauben. Die Wahrscheinlichkeit, einen Deckel, der sich abhebeln lässt, beim Abschrauben zu beschädigen, ist deutlich geringer als beim Abhebeln eines Deckels mit Schraubverschluss.
Ausschwenkbares Gehäuse – Manche Uhren haben gar keinen Gehäuseboden oder dieser gibt nur den inneren Staubschutz frei, nicht aber das Uhrwerk. Diese Uhren haben meist ein ausschwenkbares Gehäuse, das sich von vorne öffnen lässt. Um ein solches Gehäuse zu öffnen, muss zuerst die Lünette geöffnet werden (sie ist in der Regel mit einem Scharnier befestigt und kann abgehebelt oder abgeschraubt werden). Bei einer Uhr mit Kronenaufzug muss man dann vorsichtig an der Krone ziehen, bis man ein leises Klicken hört. Das Uhrwerk schwenkt dann nach unten heraus, bleibt aber über ein Scharnier oben am Gehäuse befestigt. Man sollte nicht zu stark ziehen, da man das Uhrwerk sonst beschädigen möchte.
Anleitung für Taschenuhren: Ziehen Sie die Krone einfach aus dem Gehäuse. Sollte sich die Krone nicht mit leichtem Druck herausziehen lassen, prüfen Sie, ob das Gehäuse der Uhr nicht abgehebelt oder verschraubt ist, bevor Sie stärker ziehen.
Handelt es sich um eine Uhr mit Schlüsselaufzug, müssen Sie wahrscheinlich, anstatt an der Krone zu ziehen, eine kleine Arretierung am unteren Rand des Zifferblatts in der Nähe der 6 eindrücken. Dies kann ein etwas kniffliger Vorgang sein, und wenn Sie Zweifel haben, ob es sich tatsächlich um ein Schwenkgehäuse handelt, sollten Sie die Uhr am besten jemandem mit mehr Erfahrung vorlegen.











